Foto: Michael Ziehl

Palast der Produktion

26/07/2013

 

 

Ort und Zeit

Der Palast der Produktion fand von Mitte Juni bis Mitte Juli 2012 in Bremen-Blumenthal statt.

 

Wirkungen

Anwohner haben das BWK-Areal und die ehemalige Sortierung besser kennen gelernt.

Medien haben seit längerem erstmals wieder positiv aus dem Stadtteil Blumenthal berichtet.

Das Projekt hat die Debatte um die Wiedernutzung das BWK-Areals angefeuert und bereichert.

Es wurden Erkenntnisse gewonnen, wie das Gebäude umgenutzt werden kann.

Der Förderverein Kämmereimuseum Blumenthal ist im Gebäude verblieben und nutzt mehrere Räume für seine historische Ausstellung, öffentliche Veranstaltungen und als Archiv.

Das Projekt hat den Stadtteil Blumenthal kulturell bereichert und zur Kernstadt hin „geöffnet“.

Die Teilnehmer wurden gefördert durch die freie Nutzung von Wohn- und Arbeitsräumen, der Öffentlichkeitsarbeit sowie ihrer Beteiligung am Palast der Produktion als Kunst-Plattform.

Zahlreiche Kontakte zwischen Kunst- und Kulturschaffende aus verschiedenen Ländern sind entstanden.

 

Beschreibung

Selbstausbeutende und Selbständige, Kreativarbeitende und Künstler_innen, Prekäre und Proletarier_innen unserer neuen Arbeitswelt, vereinigt euch!

Der Palast der Produktion fand in der früheren Sortierung auf dem Areal der Bremer Wollkämmerei (BWK) statt. Einen Monat lang wurde dieses Relikt der Industriekultur zur Ressource für gemeinschaftliches Arbeiten. Neue Produktionsweisen, kollektive Arbeitsformen und Gegenmodelle zu vereinzelter Erwerbsarbeit wurden getestet. Freiberufler unterschiedlicher Professionen konnten auf über 4.500 qm Räume für ihre Projekte nutzen. Dabei war die Auseinandersetzung mit dem Ort ebenso willkommen wie die Nutzung der Räume nach den eigenen Bedürfnissen. Insgesamt haben am Palast der Produktion rund 80 Menschen aus mehreren Ländern teilgenommen. Des Weiteren kamen rund 2000 Besuchen und machten sich ein Bild von dem Projekt. Viele kamen zum ersten Mal auf das BWK-Areal, da es anlässlich des Projekts erstmal öffentlich zugänglich war.

Permanenter Anlaufpunkt für Besucher war unter anderem die historische Ausstellung über die Geschichte der BWK im Erdgeschoss des Gebäudes. Des Weiteren wurde das Gebäude für die Abschlussausstellung „Produktschau“ und zu mehreren Veranstaltungen für Besucher geöffnet. Zur Diskussionsreihe "Produktpalette" kamen Experten verschiedener Disziplinen nach Bremen-Blumenthal und bettet das Projekt in Fachdiskurse ein. Des Weiteren haben ein Bremer Stadtdialog zu „Strategien der informellen Stadtentwicklung“ und der Kongress „2nd hand spaces – Die Nutzung vakanter Orte als partizipative Praktik“ im Palast der Produktion stattgefunden. 

 

weitere Links

Trailer zum Palast der Produktion von Daniel Telkmann

Video von Christoph Jentzsch (Rostoph)

Fotos von Jens Weyers

Publikation Palast der Produktion – Eine Zwischennutzung der ZwischenZeitZentrale als raumzeitliches Realexperiment

 

Verantwortliche und Förderer

Ein Projekt der ZZZ – ZwischenZeitZentrale Bremen in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Die ZZZ wird umgesetzt vom AAA – Autonomes Architektur Atelier, bis Ende 2013 in Kooperation mit Sarah Oßwald und Michael Ziehl (urban upcycling).

 

Führung durch das Gebäude

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Foto: Rafael Brix