Gemeinwohlorientierte Immobilienentwicklung als Demokratieschule – Forschungsprojekt

25/08/2021

Foto: Christian Faesecke

 

Beschreibung

Das Projekt untersucht Beiträge zu einer demokratischen Entwicklung durch gemeinschaftlich organisierte und gemeinwohlorientierte Immobilienprojekte. Diese werden in der Regel von zivilgesellschaftlichen Initiativen getragen, mit dem Ziel, in Städten und ländlichen Regionen Immobilien für sich und ihre Nachbarschaft zu entwickeln. Dabei handeln Bürger*innen die Gestaltung ihres Lebensumfeldes direkt untereinander aus und setzen Projekte in Kooperation mit der öffentlichen Hand und Privatunternehmen um. Das Forschungsprojekt geht von der These aus, dass derartige Initiativen zu einer demokratischen Entwicklung auf lokaler Ebene beitragen, indem sie offene Räume für marginalisierte Gruppen bieten, bezahlbaren Wohn- und Arbeitsraum schaffen und basisdemokratische Selbstverwaltungsstrukturen aufbauen. Dabei entstehen in vielen Fällen langfristig angelegte Strukturen, die eine stabilisierende Wirkung in ihren Nachbarschaften entfalten. Um diese These zu überprüfen und praxisorientiertes Wissen über Möglichkeiten zur Stärkung derartiger Initiativen zu gewinnen, finden zwei transdisziplinäre Online-Workshops statt. Daran nehmen verschiedene Expert*innen und Praktiker*innen aus dem BOSCH Alumni Netzwerk und dem Netzwerk Immovielien teil.

 

Verantwortliche und Förderung

Die Workshops werden in Kooperation mit dem International Alumni Center der BOSCH-Stiftung durchgeführt. Michael Ziehl (urban upcycling) hat das Forschungsprojekt zusammen mit Dr. Saskia Hebert (subsolar* architektur & stadtforschung), Prof. Dr. Karoline Augenstein und Boris Bachmann (transZent, Universität Wuppertal) sowie Stephan Schwarz (ISSS research | architecture | urbanism) erarbeitet. Er koordiniert die Umsetzung und moderiert die Workshops.