Neuland – urbanes Labor des guten Lebens

25/07/2013

 

Ort und Zeit:

Das Neuland fand von Mitte Juni bis Mitte August 2010 im „Haus Neuenland“ – Neuenlander Straße in Bremen statt.

 

Wirkungen:

- die Kulturszene Bremens wurde durch zahlreiche Veranstaltungen bereichert

- das ungenutzte Areal wurde für kulturelle Nutzungen aktiviert

- ein Diskurs um die Funktion von Kunst und Kultur in Stadtentwicklungsprozessen wurde angestoßen

- die Stadtverwaltung und verschiedene Subkulturszenen haben sich angenähert

- die Schaffenskraft und der Gestaltungswille der Nutzer wurden öffentlich wahrgenommen

 

Beschreibung:

Außenflächen und mehrere Gebäude wurden für ein vielseitiges Kulturprogramm genutzt. Es fanden Musikveranstaltungen, Lesungen, Theateraufführungen, Filmscreenings und Diskussionsveranstaltungen statt. Die zwischenzeitlichen Nutzer des Areals kamen überwiegend aus dem Umfeld des Zucker-Clubs. Der schwerpunktmäßig auf Musikveranstaltungen ausgerichtete Club verstand sich als Plattform für verschiedene Subkulturen in Bremen. Gemeinsam haben verschiedenen Gruppen auf dem Neuland Bühnen errichtet und die Veranstaltungen durchgeführt. Des Weiteren wurden die Außenflächen und Gebäude mit Video-, Licht- und Kunstinstallationen bespielt und umgestaltet. Auch die Wasser- und Stromversorgung wurde von den Nutzern hergestellt, denn diese waren durch Vandalismus zerstört worden.

Das Areal „Haus Neuenland“ umfasst fünf Gebäude, die in einer parkähnlichen Anlage angeordnet sind. Das stadteigene Areal wurde von der Immobilien Bremen für das Projekt zur Verfügung gestellt. Die ZZZ – ZwischenZeitZentrale hat es an die Nutzer vermittelt, die Konzeptentwicklung und -umsetzung begleitet sowie die behördliche Genehmigung unterstützt.

 

Besonderheiten:

Im Anschluss an die Nutzung wurde der Verein Zuckerwerk gegründet, um weitere Projekte durchzuführen. 2011 kam es unter dem Namen „Neuland II“ zur Nutzung eines Hallenkomplexes auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs in Bremen. 2012 folgte ein viertägiges Festival auf der MS Stubnitz und 2013 ein zweiwöchiges Festival in der Überseestadt Bremen.

 

Kooperationspartner

Ein Projekt der ZZZ – ZwischenZeitZentrale Bremen in Kooperation mit dem Zucker Club. Die ZZZ wird umgesetzt vom AAA – Autonomes Architektur Atelier, bis Ende 2013 in Kooperation mit Sarah Oßwald und Michael Ziehl (urban upcycling).