Foto: Michael Ziehl

ZZZ – ZwischenZeitZentrale Bremen

07/11/2013

 

Ort und Zeit

Die ZZZ arbeitet seit 2009 im gesamten Stadtgebiet Bremens.

 

Wirkungen

Initiativen, Jungunternehmer und Freiberufler können Räume günstig nutzen.

Kultur- und Kreativschaffende werden in ihrer Arbeit unterstützt.

Nutzungs- und Geschäftsideen werden ausprobiert und weiterentwickelt.

Brachen und Leerstände werden von Zwischennutzern belebt.

Immobilien werden von Zwischennutzern vor Verfall und Vandalismus geschützt.

Neue Handlungsmodelle für den Umgang mit Leerstand werden entwickelt.

Die Stadtverwaltung lernt ressortübergreifendes Handeln.

 

Beschreibung

Die ZwischenZeitZentrale Bremen ist die Zwischennutzungsagentur für Bremen. Sie initiiert und betreut Zwischennutzungen, berät Zwischennutzer und vermittelt Immobilien und Brachflächen aus privater und öffentlicher Hand. In enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung hat die ZZZ innerhalb der ersten dreijährigen Förderperiode (2009 – 2012) 30 Zwischennutzungen initiiert und betreut. 

 

Druck

Als Zwischennutzer kommen für die ZZZ grundsätzlich alle lokalen Ak­teure mit Raumbedarf in Betracht, der nicht über den regulären Immo­bilienmarkt abgedeckt werden kann. Dahinter steht die Absicht, Men­schen und ihren Ideen durch geeig­nete Raumangebote zur Entfaltung zu verhelfen, die ihnen ansonsten aufgrund von zu hohen Mietforde­rungen oder genehmigungsrechtli­chen Aspekten verschlossen blei­ben. Für die Stadt Bremen steht die Absicht im Vordergrund, neue Hand­lungsansätze im Umgang mit den Herausforderungen des Struktur­wandels zu entwickeln und anzuwenden. Denn dieser hat nicht nur brachliegende Flächen und leerstehende Gebäude hin­terlassen, die sich negativ auf das Stadtbild und die Stadtentwicklung auswirken, sondern auch zum massiven Verlust von Arbeitsplät­zen geführt.

Bremen ist nach ein wichti­ger Industriestandort mit hochspe­zialisierten Branchen. Darüber hinaus hat sich die Stadt zu einem Dienstleistungsstandort entwickelt und verfügt – unter anderem mit der Universität und den Hochschulen – über mehre­re Ausbildungsbetriebe. Auf der Suche nach Arbeit verlassen jedoch viele Absolventen die Stadt, anstatt sich in Bremen auszuprobieren. Diesem Trend wirkt die ZZZ entgegen, indem sie „Möglichkeitsräume“ schafft für soziale und nicht gewinnorientierte Projekte wie auch für Freiberufler und Kleinstselbständige.

 

Einfaches RGB

 

Besonderheiten

Die ZZZ war von 2009 bis 2012 ein Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik (NSP). Die NSP wurde 2007 im Anschluss an die Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt unter Federführung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung entwickelt. Sie soll Städte und Regionen bei der Bewältigung aktueller öko­nomischer, ökologischer und gesellschaftlicher Herausforderungen unterstützen. Seit 2012 wird die ZZZ für weitere vier Jahre ohne Bundesmittel allein vom Land Bremen finanziert. Von den Partnern und Trägern der ZZZ in Bremen werden sechs Vertreter in eine Lenkungsgruppe entsandt. Dieser ressortüber­greifende Kontext der ZZZ fördert bzw. ermöglicht die Umsetzung von Zwischennutzungsprojekten in Bre­men, indem der Zugang zu öffentlichen Immobilien wie auch zu städtischen Entscheidungsträgern maßgeblich erleichtert wird. 

 

Verantwortliche und Förderer

Ein Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik – initiiert vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung – und des Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen in Kooperation mit  dem Senator für Umwelt, Bau und Verkehr und der Senatorin für Finanzen. Weitere Kooperationspartner sind die Immobilien Bremen und die Wirtschaftsförderung Bremen. Seit 2012 ist auch der Senator für Kultur Projektpartner der ZZZ. Umgesetzt wird die ZZZ von AAA – Autonomes Architektur Atelier, bis Ende 2013 in Kooperation mit Sarah Oßwald und Michael Ziehl (urban upcycling). 

 

Weitere Links

Presseartikel zur ZZZ

Video über die ZZZ als NSP-Pilotprojekt

Dokumentation über die ZZZ als NSP-Pilotprojekt zum Download

 

Eröffnung Sportamt

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Foto: Walter Gerbracht