Foto: leerstandsmelder.de

Leerstandsmelder

25/10/2013

 

Beschreibung

In vielen Städten suchen Menschen Räume zum Wohnen, zum Arbeiten oder um ihre Freizeit zu verbringen. In den selben Städten stehen Gebäude ganz oder teilweise leer. Das soll sich ändern. Denn die Nutzung von Leerstand kann Ressourcen schonen, die Stadtgesellschaft stärken und die Lebensqualität in Städten erhöhen (weiterführende Informationen bietet der Fachartikel Leerstandsmelder.de – Open (Re-)Source for open Cities).

Vor diesem Hintergrund wurde Leerstandsmelder.de entwickelt. Mit Hilfe der Internetplattform wird auf das Potenzial von Leerständen hingewiesen und sie bietet praktische Hilfe bei der Suche von Objekten. Auf der Seite können sich Nutzer registrieren und Informationen in Text und Bild zu leerstehenden Gebäude eintragen. Auf der Leerstands-Karte erscheint bei der angegeben Adresse ein »LEER«-Symbol und es wird ein Steckbrief erstellt. Mit der Kommentarfunktion können andere User Informationen ergänzen und aktualisieren. Die Nachrichtenfunktion dient dem direkten Austausch. Tausende Menschen haben sich bisher bei leerstandsmelder.de registriert, um Leerstände eintragen zu können. Noch mehr nutzen die Seite, um sich zu informieren. Die Informationen sind frei zugänglich. Auch das Medieninteresse an Leerstandsmelder.de und der Thematik Leerstand ist groß. Durch zahlreiche Medienberichte konnte mit Hilfe der Seite der Diskurs um die sinnvolle Nutzung von Leerstand vorangebracht werden.

Das Konzept für Leerstandsmelder.de wurde von Michael Ziehl im Rahmen des Seminars Virtual City – Computergestützte Visualisierungs- und Konstruktionsmethoden an der HafenCity-Universität Hamburg entwickelt und anschliessend im Auftrag des Gängeviertel e.V. von der Hamburger IT-Firma ubilabs umgesetzt.

Nach dem Start der Seite für Hamburg meldeten sich Interessierte, um leerstandsmelder.de für weitere Städte zu nutzen. Inzwischen wird die Seite in rund 30 Städten von lokalen Initiativen betrieben. Weitere bereiten den Start vor. So hat sich leerstandsmelder.de zu dem Netzwerk zur Leerstandsthematik im deutschsprachigen Raum entwickelt. 

 

Besonderheiten

Es haben bereits drei Kongresse des Leerstandsmelder-Netzwerks in Hamburg, Bonn und Berlin stattgefunden (LEERgang I, LEERgang II LEERgang III

 

Verantwortliche und Förderer

Ein Projekt des Gängeviertel e.V., entwickelt und umgesetzt unter anderen von Michael Ziehl (urban upcycling), Webentwicklung von ubilabs, justistische Beratung durch den ArtLawyer.